Wenn uns „etwas schwer im liegt“ oder wir von Problemen reden, „die wir noch nicht verdaut haben“, dann weisen bereits diese Redensarten auf den engen Zusammenhang zwischen Seele und körperlichem Befinden hin. Tatsächlich ist Sodbrennen – wie viele Magen- und Darmprobleme -, auch und gerade eine Zivilisationskrankheit, die viel mit unserer modernen Lebensweise zu tun hat. Denn oftmals sind es nervöse Impulse, die die Magenwand anregen, mehr Säure zu produzieren, als eigentlich benötigt wird, wodurch dann die Schleimhäute gereizt werden.
Dabei ist die Magensäure einer der stärksten „Waffen“, die im menschlichen Körper produziert werden. Bleibt sie nicht am Ort ihres Entstehen, nämlich im Magen, kommt es zu einem unangenehmen Sodbrennen. Das entsteht dadurch, dass ein Teil des Mageninhalts – samt Säure -, via Speiseröhrenmuskel zurück nach oben steigt. Wir sprechen dann umgangssprachlich davon, „dass uns etwas sauer aufstößt“
Dabei kann das unangenehme Brennen im Hals auf unterschiedliche Art und Weise bekämpft werden. Vor allem lässt es sich jedoch durch eine gesündere Lebensweise (positiv) beeinflussen.
Fürs erste können – oft der typische schulmedizinische Ansatz -, Medikamente helfen, die auf einer (chemischen) Neutralisierung der überschüssigen Magensäure basieren. Ein weitergehender (ganzheitlicher) Ansatz beruht jedoch darauf, die Lebensweise derart umzustellen, dass bereits die Säureüberproduktion verhindert wird.
Dazu zählen – neben mehr Gelassenheit, eine ultimative Entspannung und weniger Stress – vor allem eine ballastreiche und ausgewogene Ernährung.
Essen unmittelbar vor dem Schlafengehen sollte möglichst unterbleiben. Denn erfahrungsgemäß hilft bereits ein Puffer von ein bis zwei Stunden (den man nach dem Abendbrot aufrecht verbringt) das besonders unangenehme nächtliche Sodbrennen zu vermeiden.
Auch sollten Patienten, die häufig unter einem sauren Aufstoßen und Sodbrennen leiden, möglichst niemals flach liegen, sondern statt dessen den Kopf höher lagern. Denn so verhindert schon die Schwerkraft, dass der Mageninhalt „aufsteigt“!
Rauchen und Kaffee, aber auch kohlensäurehaltige Limonade sollten tabu sein, da sie das Übel verschlimmern können.
Generell ist Vorsicht mit ungewohnten und/oder scharfen Gewürzen geboten. Hier muss jeder, der unter Sodbrennen leidet, herausfinden, was den Druck im Magen verstärkt oder statt dessen vielleicht sogar gut tut.
Auch der Verzicht auf fettreiches Essen und statt dessen mehr Bewegung (natürlich jedoch niemals unmittelbar nach den Mahlzeiten!) können dazu beitragen, Sodbrennen und Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Vorsicht übrigens, wenn das Brennen im Halsbereich ganz plötzlich und unerwartet auftritt. Ein extrem heftiges Brennen und Ziehen, dessen Zentrum scheinbar unmittelbar unter dem Brustknochen liegt, könnte nämlich auch auf Herzprobleme hindeuten!